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Der Blog von Patrick Kullmann

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Das erste Mal Ramadan

In knapp einer Stunde geht die Sonne auf. Damit beginnt für mich eine anstrengende Routine: Fast auf die Minute genau 16 Stunden lang werde ich weder etwas essen, noch etwas trinken oder etwas in den Mund nehmen (z.B. Kaugummi). Seit 16 Tagen schon faste ich mit Millionen von Muslimen im Monat Ramadan.

In meine Vorhaben eingeweiht hatte ich nur den engsten Familienkreis. Ob ich vorhätte, zum Islam zu konvertieren, fragte mich mein Vater anfangs noch scherzhaft. Mittlerweile bin ich mir nicht mehr sicher, ob er das nicht tatsächlich glaubt. Warum genau ich fasten möchte, wollte hingegen meine Mutter wissen. „Willst du abnehmen, ist es das?“

Tatsächlich aber hatte ich mich aus einem gänzlich anderen Grund dazu entschlossen, den Ramadan zu feiern.

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Telestroke-Netzwerk Rheinland-Pfalz läuft stabil

Seit dem 1. April 2016 läuft das Telestroke-Netzwerk Rheinland-Pfalz. Durch die neurologischen Tele-Konsile, die die Netzwerkzentren für die teilnehmenden Häuser anbieten, können Schlaganfälle in den teilnehmenden Krankenhäusern im ganzen Land rund um die Uhr sicher erkannt und auf fachlich höchstem Niveau therapiert werden. Dadurch wird die Schlaganfallversorgung im Land nachhaltig verbessert.

„Insgesamt 48 Mal wurden seit Projektstart telemedizinische Konsile abgehalten, um Schlaganfall-Patientinnen und -Patienten zu behandeln“, berichtet Priv.-Doz. Dr. Frederick Palm, Oberarzt der Neurologischen Klinik am Klinikum Ludwigshafen. „Die Zusammenarbeit hat reibungslos funktioniert, das System lief äußerst stabil. Wir konnten die Patientinnen und Patienten sehr gut aus der Ferne untersuchen und mit der Expertise unserer Schlaganfallexperten auch entsprechend behandeln. Anhand der Untersuchungen wurden unter anderem die ersten beiden medikamentösen Therapien zur Auflösung der Gefäßverschlüsse (intravenöse Lysetherapien) durchgeführt. Auch wurden insgesamt zwei kathetergebundene Gefäßreöffnungen (Thrombektomien) eingeleitet. Wir sind sehr zufrieden mit den Erfahrungen der ersten drei Wochen.“ weiterlesen

Die neuen Deutschen

„Ich bin hier geboren und aufgewachsen. Weshalb werde ich immer noch auf meinen Migrationshintergrund reduziert?“, fragt mich Gülsüm Serdaroğlu.  „Weshalb bin ich für die Deutschen immer noch die Türkin, wenn ich doch sowohl türkisch als auch deutsch bin?“

Seit den frühen Sechzigern leben türkische Familien in der Bundesrepublik. Damals noch als Gastarbeiter für den Wiederaufbau Deutschlands gefeiert, sei man ihrer schnell überdrüssig geworden. „Wie, die bleiben noch?“, mimt Gülsüm einen ihrer Meinung nach ‚alten Deutschen‘. Seit dem habe man mehr oder weniger in Frieden nebeneinanderher gelebt.

Dann kamen die Terrorangriffe auf das World Trade Center und hier in Deutschland die Morde an türkischen Menschen durch NSU-Mitglieder. „Seit dieser Zeit stagniert das Verhältnis zwischen Deutschen mit deutschem Stammbaum und Deutschen mit türkischer Migrationsgeschichte nicht nur – es wurde nachhaltig gestört“, erklärt Gülsüm.

Während beide Seiten nun immer wieder betonten, wie schlecht es ihnen doch mit den anderen gehe, habe sie die Chance genutzt, um aufzuzeigen, dass es auch Menschen gebe, die sich mittlerweile emanzipiert hätten. „Wir sehen unsere verschiedenen kulturellen Hintergründe nicht als Hindernisse, sondern als Bereicherung für eine neue, deutsche und bunte Generation.“ So sei der Dokumentarfilm ‚Die neuen Deutschen – Über Menschen, Kulturen und Identität‚ entstanden.

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The BossHoss in Ludwigshafen

Es ist mittlerweile schon Tradition, dass BASF und LUKOM mit hochklassigen Musikern beim Ludwigshafener Stadtfest (10. bis 12. Juli 2015) aufwarten. Am 11. Juli 2015 kommt nun ein ganz besonderer Live Act als Hauptkünstler auf den Berliner Platz: die Pop-Country-Band »The BossHoss«. Erstmalig konnte zudem der Radiosender SWR3 als Medien- und Bühnenpartner gewonnen werden.

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Comic-Collab #43: Talent

Johanna Baumann zeichnet gerne Comics. Und weil man als Comiczeichner einen coolen Namen braucht, um in der Hood zu überleben, hat sie sich einfach so Schlogger genannt. Klingt komisch, ist aber so. Seit Schlogger ihren Namen trägt, hat sie sich viel Street Credibility verdient. Sie sagt nämlich nicht nur, sie könne zeichnen; es stimmt sogar. Zeichnen ist ihr Beruf. Und weil man in einem Beruf Ideen haben muss, um nicht unterzugehen, hat sie kurzerhand den Comic-Collab erfunden.

Wow, crazy, denkt ihr euch jetzt. Ich weiß das, weil ich mir das auch gedacht habe. Allerdings bin ich kein Comiczeichner und habe keinen gefährlichen Gangster-Namen. Leider. Aber ich habe Talent, da bin ich mir sicher. Hat mir Mama gesagt. „Junge“, hat sie gesagt, „du hast Talent. Du malst immer so tolle Sachen.“ Grad letzte Woche wieder. Wie jedes Jahr. Gut, jetzt bin ich schon ein wenig über 30 Jahre alt. Es hat eben etwas gedauert, bis ich gemerkt habe, wie recht meine Mama doch hat. Ich habe Talent.

Und das will ich euch mit meiner Teilnahme am Comic-Collab April 2015 endgültig zeigen. Eat this, Schlogger!

Die Mitcollabeure für den 15. April 2015 waren (alphabetisch):

Armer Armin; art’n illus; Badham; BTW; Comic Creator Conspiracy; Comics, Satire, Nonsense; Dramatized Depiction; Isla Volante; Jewel Tales; Jo’Stuff; JulesTagebuch; Kritzelkomplex; Mal-Gries; Mies-Muschel; Patrick Kullmann; Pepperworth; Rainer Unsinn; Regenmonster; Schisslaweng; Schlogger; Skizzenblog; Svens Cartoons; Team O; The Art of Elisabeth Deim; Zeitgleich; Zweithirn

Das Thema für den 15. Mai 2015 lautet: “Prokrastination”.

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Thema von Anders Norén.